Glossar

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Nasslehmformling
Lehmformlinge werden in nassem Zustand verlegt. Auf diese Weise ist es nicht notwendig, die Formlinge in Mörtel zu verlegen. Die Dünner Lehmbrote sind Naßlehmformlinge.

Nasslehmtechnik
Bautechnik, in der der gemischte Lehm direkt ohne Zwischenlagerung verarbeitet wird

Naturbauweisen
Diese Zeitschrift für zeitgemäßes Bauen erschien 1948 bis ´50 in Berlin im Verlag naturBAUWEISEN in der Neuen Jakobstr. 6 unter ständige Mitarbeit aus ganz Deutschland: Fauth (Wiesbaden), Niemeyer (Nienburg), Wagner (Cottbus). Sie war gleichzeitig Mitteilungsblatt des Deutschen Ausschusses für Lehmbau - Hauptausschuß im Fachnormenausschuß Bauwesen - und des Fachausschusses Lehmbau in der Kammer der Technik Berlin. Die Themen reichten von "der vordringlichen Aufgabe, im Osten unseres Vaterlandes Gehöfte für Neubauern zu schaffen", "Lehmbau unter Verwendung von Trümmersplitt", "Neue Heimstätten durch Selbsthilfe", "Nur im gesunden Stall gesundes Vieh", "Naturbauweisen helfen Bauen" oder "Naturbauweisen helfen Sparen" bis zum Aufruf: "Macht die Dächer dicht".

Neubauernhöfe
Der Befehl Nr.209 der Sowjetischen Militäradministration vom 9.9.47 befahl, 37.000 kleinbäuerische Wirtschaftsstellen im Rahmen der Bodenreform bis Ende 48 zu errichten. Bis Anfang Dez. 48 waren in Naturbauweisen etwa 1.200 Lehm-, 5.100 Bruchstein-, 410 Holzbauten, 1050 Holzschindel- und 50 Lehmschindeldächer gebaut, davon 70 Lehmbauten in Brandenburg. Weitere 1.800 waren im gesamten Territorium begonnen. In Cottbus war eine Lehr- und Versuchsbaustelle für Naturbauweisen mit Außenstelle Brieselang, in Werneuchen eine Lehr- und Beratungsstelle und im Kreis Prenzlau eine Musterbaustelle für Lehmbauweise entstanden. Ende 49 waren in Sachsen-Anhalt ca. 2.000, in Thüringen 1.500 (incl. Ställe und Scheunen), in Mecklenburg 5.000 und in Brandenburg 1.000, insgesamt also rund 10.000 Lehmhäuser fertiggestellt (nach Naturbauweisen)

Nubisches Gewölbe
Gewölbebauweise ohne Schalung oder Lehren, meist aus sehr flachen Lehmsteinen