Glossar

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Tacitus
schreibt über den deutschen Lehmbau in seiner Schullektüre, der Germanica, nicht sehr verlockend: "Auch Bruchsteine und Ziegel sind bei ihnen nicht in Gebrauch; zu allem verwenden sie unbehauenes Bauholz mit seinem unschönen, reizlosen Aussehen. Manche Wandstellen bestreichen sie freilich recht sorgfältig mit so sauberem, glänzendem Lehm, daß es wie eine Bemalung und farbige Verzierung wirkt."

Ton
Das Wort Ton leitet sich aus der Wortgruppe tahe, than, dahe ... ab, die die Bedeutung (beim Austrocknen) Dichtwerdendes hatte. Verwandte Worte sind gedeihen, mittelhochdeutsch dihen: wachsen, gedeihen, austrocknen, dicht werden. Es hat keine gemeinsame Herkunft mit dem anderen Wort Ton, das sich aus ton, don: Melodie. Laut, Stimme, lateinisch tonus: Anspannen, Spannung der Saite, Ton, Klang herleitet

Tonmineralien
Auch Ton ist schon ein Gemisch aus Sand und dem eigentlichen Tonigen, den Tonmineralien. Die bekanntesten sind Kaolinit, aus dem Porzellan hergestellt wird, Montmorillonit, dem wichtigsten Bestandteil des Bentonit, einem Verwitterungsprodukt aus vulkanischen Aschen, das zum Plastifizieren von Tonen verwendet wird, Illit und Chlorit. Die Tonmineralien sind unvorstellbar kleine Kristallblättchen, deren elektrostatische Aufladung die Klebekraft des Tons ausmacht. Je mehr Sand als Füllmaterial im Ton ist, desto magerer nennt man ihn. Fetter Ton besteht etwa zu zwei Drittel aus Tonmineralien, bei 50% spricht man von lehmigem Ton, toniger Lehm hat nur noch ein Drittel, Lehm ca. 20% und sandiger Lehm 10% Tonmineralien. Baulehm soll 10-15% Tonmineralien haben, für Leichtlehmbauweisen bis 30%, der Rest ist Schluff, Sand und ev. Kies. Die Eigenschaften des Lehms werden durch Art der Tonmineralien und durch die Beimengungen bestimmt.

Trockenschwindprüfung
Feststellung der Schwindmaßes eines getrockneten Prüfkörpers>Lehmprüfverfahren